Das Tarotinterview
• Gabriele, Sie arbeiten nicht nur mit den Karten, sondern auch mit dem Edelsteinorakel. Was genau ist das?
Das Edelsteinorakel habe ich vor vielen Jahren entdeckt. Im Grunde ist es recht einfach. Steine sprechen verschiedene Ebenen des Menschen an. Es gibt ja Körper, Geist, Seele und die mentale Ebene, auf der man beeinflussbar ist. Nun muss man sich das so vorstellen, dass es Steine gibt, die uns dabei helfen, mit Problemen, die wir auf einer dieser Ebenen haben, besser zurecht zu kommen.
• Das klingt sehr spannend. Wie weiß man welche Probleme es gibt und welche Steine helfen?
Normalerweise ist es so, dass ein Kunde bei mir vorbeikommt, und sich aus einer großen Sammlung von Steinen ein paar spontan heraussucht. Anhand dieser Auswahl kann ich dann erkennen, welche Probleme es in seinem Leben gibt, und wo dieser Mensch dann Unterstützung benötigt. Diese Variante funktioniert leider nur, wenn jemand auch wirklich persönlich anwesend ist. Aber mittlerweile gibt es die Steinheilkundekarten. Die funktionieren im Prinzip genauso wie ein Tarotdeck. Ich mische, der Kunde sagt Stopp und ich ziehe dann eine Karte, auf der ich sehen kann, welche Sorgen oder Nöte ein Mensch gerade hat. Es geht beim Edelsteinorakel meist um Wandlungen und Entwicklungen, und wie man die richtige Entscheidung in solchen Momenten trifft.
• Wie können Sie helfen?
Ich gebe mal ein Beispiel: Es gibt Situationen im Leben, da steht man unter massivem Druck. Man weiß nicht mehr ein oder aus, man hat Angst und manchmal hat man das Gefühl, dass man keine Luft mehr bekommt, so groß ist der Druck, der auf einem lastet. In solchen Fällen kommt das Edelsteinorakel mit dem Tipp, doch einen Diamanten zu tragen. Dieser Stein gilt als der härteste der Welt, weil er unter großem Druck in der Erde geformt wurde. Er hilft dabei den eigenen Druck zu vermindern und besser mit den Umständen klar zu kommen.
• Sie haben Ihre Gabe durch eine Wahrsagerin kennen gelernt.
Auf einem Flohmarkt in Bonn war es, ich kann mich noch genau daran erinnern. Sie sagte mir, dass ich heilende Hände hätte, und dass meine Zukunft mich in den Süden von Deutschland bringen würde. Ich habe das nicht so recht geglaubt, aber vergessen konnte ich es auch nicht. Als mir dann später eine Kartenlegerin alles bestätigte, war ich mir sicher, dass in dieser Welt meine Zukunft liegen würde. Seitdem beschäftige ich mich mit allem, was mit dem Thema zu tun hat. Ich habe eine Ausbildung als Heilpraktikerin gemacht, die ich allerdings momentan unterbrochen habe, weil ich gerade ein Buch schreibe. Aber ich habe Reiki gelernt, noch mehr Kartendecks und vieles andere. Es ist mein Leben und es macht mir wahnsinnig viel Spaß.
• Ist die Arbeit in den letzten Jahren leichter geworden?
Die meisten Menschen sind offener für das Thema. Sie finden Dinge wie das Edelsteinorakel sehr spannend und wollen mehr darüber wissen. Früher war das ganz anders. Sicher gibt es immer noch Menschen, die das gesamte Thema ablehnen, und überhaupt nichts damit zu tun haben wollen. Aber das ist selten geworden. Die Menschen sind suchend, gerade in diesen Zeiten. Es fehlt die Verwurzelung in der Familie, es gibt die Unsicherheit im Job und in vielen anderen Dingen des Lebens. Dadurch ist es für mich leichter geworden, andere Menschen für das Thema Esoterik zu interessieren. Vielleicht sind wir in einer Zeit, in der die Menschen durch den äußeren Druck auf ihr Inneres stoßen. Leiden schafft Weisheit, das ist ja leider so. Wenn es einem gut geht, dann kümmert man sich um solche Dinge nicht. Ich finde es schön, dass die Menschen offener werden, und sich mehr dafür interessieren, was in ihrem Leben vorgeht. Nicht, weil ich dadurch mehr Kunden bekomme, sondern weil die Menschen etwas mehr über sich lernen und am Ende vielleicht glücklicher sind.
Vorherige Seite: Tarot-Referenzen
Nächste Seite:Heilsteinketten